Australian Open: Henry Bernet ist Jungen-Meister

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Schweizer Nachwuchstalent, in Basel geboren, dazu noch eine elegante, einhändige Rückhand: Beim 18-jährigen Henry Bernet fällt es schwer, keine Vergleiche zum Maestro und Landsmann Roger Federer zu ziehen, ohne gleichzeitig riesigen Druck auf ihn aufzubauen. Dabei ist der Jung-Profi schon von ganz allein auf bestem Wege, die riesigen Fußstapfen Federers zu füllen. Den nächsten Schritt hat er nun geschafft: Am 31. März wurde der Schweizer die neue Nummer eins in der Weltrangliste der Junioren.

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Das war eine Entwicklung mit Ansage: Anfang des Jahres gelang Bernet ein Kunststück, das selbst Federer zuvor verwehrt geblieben war – der Triumph bei den Australian Open in der Junioren-Konkurrenz. Als wenn das noch nicht genug gewesen wäre: An diesem Tag feierte Bernet nicht nur seinen Australian-Open-Titel, sondern gleichzeitig auch seinen 18. Geburtstag.

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Dass Bernet die Aufmerksamkeit – gerade seiner Landsmänner und -frauen – schon jetzt auf sich zieht, ist dem 18-Jährigen bewusst. Auch Vergleiche mit Federer sind für ihn nichts Neues. Statt diese aber als Last zu sehen, nimmt er sie eher als Ansporn für seine Karriere:

Natürlich wird es immer einige Vergleiche geben. Das ist kein Problem für mich. Es ist auch eine Motivation.

Spätestens seit dem Bekleidungsdeal Bernets mit der Schweizer Marke On ist klar, dass auch die Augen des Maestros höchstpersönlich auf dem Nachwuchstalent ruhen. Schließlich ist Federer Teilhaber des Unternehmens und hat auch schon die Tennisstars Iga Swiatek, Ben Shelton und Joao Fonseca ins On-Boot geholt.

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Seit 2023 sammelt Bernet bei Turnieren in der Schweiz immer wieder auch schon Erfahrung bei Profi-Events. Im vergangenen Jahr konnte das Nachwuchstalent in der Qualifikation des ATP-500-Turniers in seiner Heimatstadt Basel einen Achtungserfolg feiern. Als damals Weltranglisten-937. schlug er in der ersten Quali-Runde Fabio Fognini in zwei Sätzen (6:3, 7:6), der zu dem Zeitpunkt auf Platz 77 in der Welt stand. Fun Fact: Bei allen drei Events, die Bernet im vergangenen Jahr bei den Profis spielte (Challenger 125 in Zug, ITF M25 in Muttenz & Qualifikation ATP 500 in Basel), gewann er alle seine drei Partien gegen internationale Spieler – sobald er aber gegen einen anderen Spieler aus der Schweiz antreten musste, gewann Bernet kein einziges Match mehr.

Aktuell steht er bei den Profis auf Rang 786 im ATP-Ranking.