Zverev hofft, dass er seine Leistung vom letzten Jahr in Miami zumindest noch einmal übertreffen kann. Im Jahr 2024 erreichte er das Halbfinale, bevor er gegen Grigor Dimitrov verlor.

Da war es nur noch einer. Die deutsche Nummer eins Alexander Zverev ist die letzte verbliebene deutsche Einzel-Hoffnung beim Masters 1000 in Miami, bevor er überhaupt ins Turniergeschehen eingegriffen hat. Bei den Damen stand von vornherein keine deutsche Spielerin im Hauptfeld. Und nun unterlagen am Donnerstag auch noch Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier direkt in der ersten Runde.

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Bei „Struffi“ war von Anfang an klar, dass er – mal wieder – ein Monster-Erstrundenlos gezogen hatte. Als frischgebackener Acapulco-Finalist kam Alejandro Davidovich Fokina mit Rückenwind nach Florida und nutzte den auch, um an dem Deutschen mit 7:6, 6:3 vorbeizusegeln. Dass der Spanier auf dem Court zu einem echten Zauberer werden kann, zeigt unter anderem dieses Highlight aus dem Match gegen Struff:

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Im Gegensatz zum Spanier muss Struff erst einmal sein Selbstbewusstsein und die geradlinige Selbstverständlichkeit, die sein Spiel ansonsten auszeichnet, wiederfinden. Gegen Davidovich Fokina musste der Deutsche die sechste Niederlage in Serie einstecken. Aus Sicht der deutschen Fans wäre ihm beim nächsten Turnier ein bisschen mehr Losglück zu wünschen, um wieder in die Spur zu kommen: Zuletzt verlor Struff zweimal gegen Daniil Medvedev und je einmal gegen Joao Fonseca, Gael Monfils und Tallon Griekspoor.

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Die Niederlage von Daniel Altmaier hingegen kam deutlich überraschender: Der Kempener blickte eigentlich auf eine positive Woche beim Challenger in Cap Cana kurz vor den Miami Open zurück. Mit zwei Siegen und dem erreichten Viertelfinale in der Dominikanischen Republik hatte er ordentlich Matchpraxis sammeln können. Er war gegen den exakt 100 Ranglistenplätze niedriger gerankten Coleman Wong aus Hong Kong klarer Favorit in der Erstrundenpartie. Wong konnte sich damit über seinen allerersten Sieg überhaupt auf Masters-1000-Ebene freuen.

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Damit ist Zverev der letzte verbliebene deutsche Einzel-Spieler bei den Miami Open 2025. Wenn ein Ort den Hamburger die Strapazen und Rückschläge der letzten Wochen auf dem Golden Swing in Südamerika und in Indian Wells vergessen lassen kann, dann wahrscheinlich die Ostküste der USA in Florida. Zverev fühlt sich hier einfach wohl, er „liebt die Vibes“ in Miami, war die Tage schon zu Gast bei seinem NBA-Lieblingsteam, den Miami Heats, und blickt zuversichtlich auf die kommende Woche.

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Der Topgesetzte trifft am Samstag in seinem ersten Match bei den Miami Open 2025 auf den britischen Qualifikanten Jacob Fearnley. Der Deutsche konnte sich als gesetzter Spieler durch ein Freilos in der ersten Runde noch ausruhen, während Fearnley in drei Sätzen den Franzosen Benjamin Bonzi niederringen musste (7:6, 2:6, 6:4). Der 23-Jährige steht aktuell auf Platz 83 im ATP-Ranking. Die beiden kennen sich schon von den diesjährigen Australian Open. In der dritten Runde gewann Zverev Anfang des Jahres souverän mit 6:3, 6:4, 6:4.

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Das Ziel des Weltranglistenzweiten aus Deutschland ist natürlich, sein bisher bestes Ergebnis bei den Miami Open noch einmal zu verbessern: Vergangenes Jahr stand Zverev im Halbfinale, 2018 sogar im Finale. Damals hatte allerdings der US-Amerikaner John Isner etwas dagegen, dass der Deutsche die Trophäe mit nach Hause nimmt. In Abwesenheit des Weltranglistenersten Jannik Sinner soll das in diesem Jahr besser laufen.

Damit Zverev für den Härtefall gewappnet ist, hat er sich als Trainingspartner kurz vor Turnierstart keinen geringeren als Novak Djokovic ausgewählt. Der Serbe kennt sich mit den Miami Open aus wie kein anderer aktiver Spieler. Insgesamt sechsmal konnte er das Turnier gewinnen: 2007, 2011, 2012, 2014, 2015 und 2016. Zverev und Djokovic präsentierten sich auf den Trainingscourts in Florida gemeinsam mit ihren Coaches Alexander Zverev sr. und Mischa Zverev sowie Andy Murray in bester Stimmung.

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Deutsche Spieler im Doppel bei den Miami Open 2025

In den Einzelkonkurrenzen ist Zverev zwar der einzige verbliebene deutsche Spieler. In den Doppelkonkurrenzen halten aber noch drei weitere Deutsche die Stellung in Florida.

Tim Pütz sollte am Freitag gemeinsam mit dem Polen Hubert Hurkacz in das Turnier starten. Nachdem Hurkacz allerdings auch für die Einzel-Konkurrenz passen musste, sagte der Pole auch im Doppel ab, sodass Pütz ohne Einsatz nach Miami reiste.

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Für Hendrik Jebens geht’s zusammen mit seinem französischen Partner Albano Olivetti am Samstag los gegen Joran Vliegen und Jackson Withrow.

Für Constantin Frantzen und seinen österreichischen Kollegen Alexander Erler war schin in der ersten Runde Schluss. Sie unterlagen dem argentinischen, an Position sieben gesetzten Duo Maximo Gonzalez/Andres Molteni mit 3:6, 3:6.

Mehr zur Auslosung der deutschen Spieler in Miami findet ihr hier: Miami Open 2025: Die Auslosung der deutschen Spieler in Florida