Frances Tiafoe @Indian Wells 2025

So manch ein Zuschauer hat sich am Samstag verwundert die Augen gerieben: Ist das hier wirklich ein Masters 1000-Turnier oder doch eher ein Kreisklassen-Medenspiel? Als die Nummer 17 der Weltrangliste, Frances Tiafoe, in der zweiten Runde von Indian Wells gegen Damir Dzumhur ins Turniergeschehen eingreifen wollte, stand der Publikumsliebling plötzlich ohne Schläger im Stadion.

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Verdutzt schaute Tiafoe, der als einer der lustigsten Spieler auf der Tour gilt, in seine Tasche, hob hilflos die Hände und sah sich zu seiner Box um: Wo waren nur die Schläger abgeblieben? Kurzerhand musste Coach David Witt aufspringen und aus dem Stadion sprinten, um die abhanden gekommenen Schläger ausfindig zu machen. Tiafoe nahm es wie gewohnt mit Humor. In einem kurzen Plausch mit Dzumhur erklärte er die Situation, auch für den Bosnier war das Missgeschick kein Problem. Kurze Zeit später konnte es endlich losgehen. Und damit Tiafoe nicht später im Spiel wieder ohne Spielgerät dastehen konnte, kehrte Coach Witt gleich mit fünf Schlägern in der Hand wieder in die Box zurück.

Tiafoe ließ sich von seiner Vergesslichkeit nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem knappen 7:6, 7:6-Sieg zog er in die dritte Runde ein. Erst dort flog er überraschend gegen die japanische Nummer 349 der Welt, Yosuke Watanuki, aus dem Turnier (4:6, 6:7) – aber nicht ohne vor dem Match noch einen Spaß auf seine eigenen Kosten zu machen: Vor dem Einspielen schien er wieder seine Schläger zu suchen. Dieses Mal war das Missgeschick aber nur angetäuscht.

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