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Vor der Veröffentlichung seiner kommenden Netflix-Doku-Serie wird Carlos Alcaraz sehr privat. Der 21-Jährige erzählt, wie er den Spagat zwischen Spitzentennis und dem Dasein als „normaler junger Mann“ aus Spanien meistert, bevor die Serie am 23. April erscheint.

Die Netflix-Doku Carlos Alcaraz: Mein Weg wurde über die gesamte Saison 2024 hinweg gedreht und zeigt Alcaraz' größte Höhepunkte – wie zwei seiner Grand-Slam-Titel in seiner bisherigen Laufbahn – und seine herzzerreißendsten Momente, wie den zweiten Platz bei den Olympischen Spielen in Paris gegen Novak Djokovic.

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Alcaraz wird den Fans auch einen Blick hinter die Kulissen gewähren, indem er bis zu seinen bescheidenen Anfängen in Murcia, Spanien, zurückkehrt und die eng verbundene Familie kennenlernt, die seinen Erfolg unterstützt hat.

Ich nenne es mein zweites Zuhause. Hier hat alles angefangen. Alcaraz über den Real Tenis Club de Murcia

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Genau dort traf sich Alcaraz mit Loïc Prigent, einem französischen Journalisten und Filmemacher, zu einem ausführlichen Interview in der neuesten Episode des Louis Vuiton Extended Podcasts. Zuvor kamen bereits Markenbotschafter und Partner wie der Musiker Pharrell Williams, der japanische Künstler Takashi Murakami und andere in dem Audiofromat zu Wort.

„Ich nenne es mein zweites Zuhause“, sagte Alcaraz über den Real Tenis Club de Murcia, wo er im Alter von vier Jahren zum ersten Mal einen Schläger in die Hand nahm. „Das war der Anfang von allem. Hier habe ich mit dem Tennisspielen begonnen. Das ist jetzt mein Leben.

„Hier habe ich meine Freunde kennen gelernt, mit denen ich immer noch Zeit verbringe. Dies ist ein Ort, an dem ich als Kind viel Spaß hatte... Hier zu sein, bringt so viele Erinnerungen zurück.“

Carlos Alcaraz über seinen Vater und Coach Ferrero

Die Grundlage für Alcaraz' gesunde Einstellung zur Balance zwischen Beruf und Privatleben ist die Haltung seiner Eltern gegenüber seiner Karriere. Sein Vater, Carlos, war Tennistrainer und Clubmanager in Murcia, während seine Mutter, Virginia, Verkaufsassistentin bei Ikea war – gemeinsam bildeten sie die Gegenposition zu den berüchtigten überheblichen „Tenniseltern“.

„Er wollte immer die Rolle des Vaters ‚ achten‘. Er wollte nie Trainer und Vater sein“, sagte Alcaraz. „Er wollte immer, dass das getrennt bleibt... und ich glaube, das hat mir sehr geholfen."

„Er hat nie den Platz betreten, wenn ich mit (meinem Trainer und meiner Tennisgruppe) zusammen war. Er hat immer mit meinen Trainern darüber gesprochen, was ich trainieren muss, aber nie direkt mit mir.“

Als Alcaraz sich weiterentwickelte, überließ er das Coaching Juan Carlos Ferrero, einer ehemaligen Nummer eins der Weltrangliste aus Spanien. Ihre Zusammenarbeit hat bereits zu vier Grand-Slam-Titeln im Einzel geführt und Alcaraz in der ATP-Rangliste nach oben katapultiert.

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„Ich habe viel von ihm gelernt, vor allem zu Beginn unserer Zusammenarbeit“, sagte Alcaraz. „Ich habe viel von ihm als Mensch und als Spieler mitgenommen. Er hat mir beigebracht, wie wichtig es ist, auch außerhalb des Platzes ein guter Mensch zu sein. Und dass die Dinge, die man tut, einen großen Einfluss auf den Platz haben.“

Alcaraz, der sich selbst als „wettbewerbsorientiert“ und „aggressiv“ beschreibt, hat auch abseits des Platzes viele Erfolge gefeiert. Er war der erste Tennisspieler, der 2023 als Markenbotschafter für Louis Vuitton auftrat. Im vergangenen Jahr erklärte ihn Forbes zum bestbezahlten Tennisspieler, während SportsPro ihn zu einem der vermarktungsstärksten Sportler der Welt ernannte.

Aber bei all dem will er „auch genießen, 21 zu sein“, wie der Slogan seiner bevorstehenden Netflix-Doku-Serie lautet. Sie ist Alcaraz' drittes Projekt mit dem Streaming-Anbieter. Zuvor war er bereits an der Seite von Nick Kyrgios, Stefanos Tsitsipas, Paula Badosa und anderen in "Break Point" zu sehen. Außerdem trat er 2024 im Netflix Slam gegen Rafael Nadal an.

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